🤖 OpenAI: Haie kreisen
OpenAI ist nach wie vor ein Gigant mit einer Bewertung von rund 300 Milliarden US-Dollar und fast 500 Millionen wöchentlichen Nutzern. Doch der Wettbewerb verschärft sich. Meta, Google, Amazon und Microsofts xAI werben aggressiv um die besten Talente, wobei Meta extrem hohe Antrittsprämien bietet. Der Übernahmeversuch des Programmier-Startups Windsurf für 3 Milliarden US-Dollar scheiterte am Druck von Microsoft; viele Windsurf-Entwickler wechselten daraufhin zu DeepMind.
Intern herrscht bei OpenAI Turbulenzen. Die Veröffentlichung eines neuen Openweight-Modells wurde aufgrund von Sicherheitsbedenken verschoben. Berichten zufolge ist Burnout unter den Mitarbeitern weit verbreitet. Microsoft ist zunehmend besorgt über die Gewinnbeteiligungsbedingungen und die auseinanderlaufende Strategie im Bereich der künstlichen allgemeinen Intelligenz (AGI). Selbst die geplante 6,5 Milliarden Dollar schwere KI-Partnerschaft mit Jony Ive könnte aufgrund von Markenstreitigkeiten gefährdet sein.
Dennoch ruht sich OpenAI nicht aus, sondern arbeitet an einem KI-Browser, finalisiert einen 200-Millionen-Dollar-Deal mit dem Pentagon und kooperiert sogar mit Mattel bei einem Barbie-KI-Projekt.
🇨🇳 NVIDIA kehrt nach China zurück
Nvidia-CEO Jensen Huang reist erneut nach Peking; eine Pressekonferenz ist für den 16. Juli angesetzt. Dies wird sein zweiter China-Besuch im Jahr 2025 sein. China macht nach wie vor einen bedeutenden Teil von Nvidias Geschäft aus, etwa 17 Milliarden US-Dollar oder 13 % des Jahresumsatzes.
Geopolitische Spannungen belasten Nvidias Geschäftstätigkeit weiterhin stark. US-Exportkontrollen schränken den Zugang zu den fortschrittlichsten Chips des Unternehmens, darunter die H2O-Serie, ein. Gesetzgeber haben Nvidia dringend aufgefordert, Geschäfte mit chinesischen Firmen zu vermeiden, die Verbindungen zum Militär haben oder Handelsbeschränkungen unterliegen. Dennoch bleibt die Nachfrage aus Chinas KI-Sektor robust, selbst angesichts des zunehmenden Wettbewerbsdrucks einheimischer Konkurrenten wie Huawei.
🎨 KI und das verzerrte Gesicht der Schönheit
Das Londoner Somerset House hat soeben die Ausstellung „Virtual Beauty“ eröffnet, die sich mit dem unheimlichen Aufeinandertreffen von KI und menschlicher Ästhetik auseinandersetzt. Von KI-gestützten Beauty-Apps bis hin zu „Snapchat-Dysmorphie“ beleuchtet die Schau, wie digitale Schönheitsideale das Selbstbild im realen Leben verzerren und sogar Trends in der Schönheitschirurgie beeinflussen.
Die Ausstellung präsentiert Werke von Qualeasha Wood, Sin Wai Kin und Mat Collishaw, die sich mit den verschwimmenden Grenzen zwischen KI-generierter Identität und traditioneller künstlerischer Ausdrucksweise auseinandersetzen. Einige der Kunstwerke hinterfragen sogar die philosophische Problematik maschineller Kreativität: Sind diese Ergebnisse ästhetisch, empfindungsfähig oder etwas ganz anderes?