🏛️ Trump unterzeichnet Exekutivverordnung zu KI, die ein Verbot von Landesgesetzen zum Ziel hat
Das Weiße Haus hat eine Exekutivanordnung unterzeichnet, die Bundesbehörden anweist, gegen KI-Regelungen der Bundesstaaten vorzugehen, die laut Regierung Innovationen hemmen. Dazu gehört auch die Einrichtung einer „Arbeitsgruppe für KI-Rechtsstreitigkeiten“, die unliebsame Gesetze anfechten soll. Es handelt sich um einen recht direkten Versuch, den unübersichtlichen Flickenteppich an Regelungen der einzelnen Bundesstaaten durch ein einheitliches Regelwerk – oder realistischerweise eine einheitliche Strategie vor Gericht – zu ersetzen.
Der Haken: Die Verordnung kann Landesgesetze nicht einfach außer Kraft setzen, und Rechtsexperten weisen bereits auf die fragwürdige Rechtsgrundlage hin. Ein zentraler Streitpunkt ist die Verknüpfung der Einhaltung der Verordnung mit Bundesmitteln für den Breitbandausbau, was schnell politisch brisant werden könnte – insbesondere in ländlichen Bundesstaaten, die zwar die Gelder benötigen, aber gleichzeitig ihre eigenen Rahmenbedingungen wahren wollen.
🎬 Disney investiert 1,29 Milliarden Dollar in OpenAI und lizenziert Charaktere für das Sora-Videotool
Disney investiert beträchtlich in OpenAI und, noch interessanter, lizenziert einen Teil seines Charakteruniversums, damit Sora (und ähnliche Tools) Videos mit offiziellen Disney-Figuren generieren kann. Das ist der typische Ansatz: „Wir nutzen generative KI, aber mit Genehmigung“ – in einer Welt voller Diskussionen um Trainingsdaten immer noch überraschend selten.
Berichten zufolge sind die Bildrechte und Stimmen der Künstler nicht Gegenstand der Vereinbarung – eine typische Hollywood-Regelung. Gewerkschaften und Kreative beobachten die Entwicklung genau – vorsichtig, nicht gerade begeistert –, denn diese Partnerschaft könnte als Vorbild dienen … oder als warnendes Beispiel.
🤖 OpenAI verstärkt seine GPT-Modelle im KI-Wettlauf mit Google
OpenAI hat verbesserte GPT-Angebote (darunter GPT-5.2 Pro und GPT-5.2 Thinking) vorgestellt und diese als leistungsfähiger für Mathematik und Naturwissenschaften beworben – der Fokus lag auf der „Zuverlässigkeit für technische Aufgaben“. Das klingt zunächst unspektakulär, bis man sich vor Augen führt, dass genau hier das große Geld verdient wird. OpenAI präsentierte zudem ein stärkeres logisches Denken als Teil des Weges zu „allgemeiner Intelligenz“, was je nach Perspektive entweder inspirierend oder etwas … nach Science-Fiction-Marketing klingt.
Hinzu kommt der wirtschaftliche Druck: Google kann seine KI-Offensive mit Werbeeinnahmen finanzieren, während OpenAI enorme Summen in Rechenleistung investiert und die langfristige Wirtschaftlichkeit erst noch beweisen muss. Führungskräfte von OpenAI wiesen die Vermutung zurück, die hohe Veröffentlichungsfrequenz sei reine Panik, obwohl der Wettbewerbsdruck unübersehbar ist.
📉 Broadcom-Aktien fallen, nachdem eine Margenwarnung Sorgen um die KI-Auszahlung auslöst
Broadcoms Aktienkurs brach stark ein, nachdem das Unternehmen vor potenziell geringeren Gewinnmargen bei den stark steigenden Umsätzen mit kundenspezifischen KI-Prozessoren gewarnt hatte. Dies verunsicherte Anleger, die davon ausgegangen waren, dass KI-Umsätze automatisch auch KI-Gewinne bedeuten. Es ist das klassische Problem: „Wachstum ist gut und schön … aber zu welchem Preis?“.
Der Kursrückgang verstärkte auch die allgemeine Verunsicherung hinsichtlich der Rentabilität der KI-Investitionen der großen Technologiekonzerne. Anleger reagierten nervös auf fremdfinanzierte Ausbauprojekte und die seltsame Geldkreislaufmentalität in Teilen der KI-Lieferkette. Analysten waren jedoch nicht einhellig pessimistisch – einige argumentierten, die Margenverwässerung widerlege die These nicht zwangsläufig, sondern verkompliziere sie lediglich.
📈 Ungeachtet der Befürchtungen einer KI-Blase setzen Investoren darauf, dass Nvidia und Google die taiwanesischen Aktienkurse auf Rekordniveau treiben werden
Investoren in Taiwan setzen auf eine einfache Idee: Selbst wenn der KI-Markt wettbewerbsintensiver (oder gar überhitzter) wird, bleibt Taiwan in der Hardware-Lieferkette zentral positioniert. Die These ist fast schon ärgerlich einfach: GPUs, TPUs – egal, was sich durchsetzt, Taiwans Fertigungsökosystem profitiert weiterhin.
Die Rallye basiert auf der Nachfrage nach KI-Chips und der lokalen Überzeugung, dass die Bewertungen nicht mehr so absurd wie in der Dotcom-Blase sind, da sich die Gewinne tatsächlich bemerkbar machen. Ausländische Investoren könnten vorsichtiger sein, aber inländische Investoren scheinen ziemlich unbeeindruckt – ob das nun Zuversicht ausdrückt oder die Ruhe vor dem Sturm ist, lässt sich ehrlich gesagt schwer sagen.