Die Zukunft des Instructional Designs? Sie ist... gewissermaßen schon da. Umständliche LMS-Oberflächen und quälend lange Content-Planungsmeetings werden modernisiert – durch Tools, die nicht nur Prozesse beschleunigen, sondern auch die gemeinsame Entwicklung von Inhalten ermöglichen. Und das ist keine leere Versprechung von Technikbegeisterten. Es geschieht jetzt. Ganz still und leise. Überall.
Artikel, die Sie im Anschluss an diesen Artikel vielleicht interessieren:
🔗 Was ist Otter AI? Ein wirklich nützlicher Leitfaden zu der App, die jeder zu kennen vorgibt.
Erfahren Sie, was Otter AI wirklich kann, wie es funktioniert und warum es mehr ist als nur die Transkription von Meetings.
🔗 Wie man eine KI erstellt – Ein tiefer Einblick ohne unnötiges Drumherum
Lernen Sie, wie man eine KI von Grund auf entwickelt, ohne in Fachjargon oder Hype zu ertrinken.
🔗 Wie man ein KI-Modell trainiert
Eine unkomplizierte Anleitung zur Vorbereitung des Datensatzes, zur Modellauswahl, zum Training und zur Feinabstimmung Ihres eigenen KI-Systems.
Moment mal – Was ist eigentlich Instructional Design?
Wir sollten nicht so tun, als wären sich alle einig. Manche betrachten es als aufgeblasene PowerPoint-Präsentation. Andere sehen es als kognitive Architektur – also: Wie schafft man Verständnis von Grund auf? Wie gelingt Klarheit? Es ist eine Mischung aus UX, Psychologie und manchmal … Chaos.
Und was passiert, wenn KI ins Spiel kommt? Dann wird das Chaos geordnet. Oder zumindest besser eingedämmt.
🛠️ Schnellvergleich: KI-Tools nach Anwendungsfall
| Funktion | Beispiele für KI-Tools | Was es automatisiert | Besonderheiten, die man kennen sollte |
|---|---|---|---|
| Erstellung eines kompletten Kurses | Courseau, iSpring AI | Module, Quizze, Skripte, Layouts | Inhaltsvalidierung erforderlich |
| Adaptives Lernangebot | Sana Labs, Docebo Learn | Lerntempo und Inhaltsfluss individuell anpassen | Erfordert solide Anfangseingaben |
| KI-Sprache + Video | Synthesia, WellSaid Labs | Avatar-Erzählung, automatisch untertitelte Trainingsvideos | Kann ohne Bearbeitung roboterhaft wirken |
| Quiz-Generatoren | Quizgecko, Easygenerator | Erstellung von Beurteilungen mithilfe der Bloomschen Logik | Benötigt Optionen für menschliches Feedback |
| Visuelles Storyboarding | Tome AI, Gamma App | Dynamische Folienbeschreibungen, Vorlagen | Ideal für schnelles Prototyping |
Kleiner Hinweis: Verlass dich nicht nur auf ein einziges Werkzeug. Kombiniere sie. Teste sie. Je nach deinem Stil kommen sie unterschiedlich gut zur Geltung.
Werkzeuge, die Ihnen tatsächlich
Und jetzt wird es spannend. Die besten KI-Tools automatisieren nicht einfach nur – sie entwickeln Ihre Ideen weiter und bringen sie auf innovative und intelligente Weise voran. Sie geben beispielsweise ein Thema wie „Empathische Führung“ ein, und schon erhalten Sie eine Unterrichtseinheit mit Reflexionsfragen, Anregungen zum Journaling und interaktiven Elementen. So etwas würden Sie niemals in einem Rutsch von Hand schreiben. Aber jetzt? Vielleicht können Sie es stattdessen verfeinern.
Und genau das ist der Wandel: vom Schöpfer zum Bearbeiter. Immer noch Mensch. Nur schneller.
🎯 Der wahre Gewinn? Adaptives, dynamisches Lernen
Stellen Sie sich vor, Ihre Lernenden folgen nicht mehr demselben linearen Lernpfad. Sie werden je nach Leistung oder Klickgeschwindigkeit individuell in die eine oder andere Richtung gelenkt. Genau das leisten Sana und Docebo
Ehrlich gesagt ist es so etwas wie ein personalisiertes Netflix... aber für mentale Modelle.
Natürlich kann man dem nicht blind vertrauen. (Schon mal gesehen, wie eine KI vorschlägt, Analysis anhand von Katzen-Memes zu unterrichten? Schon... interessant.)
Warnhinweis: Ethik, Voreingenommenheit und das Bauchgefühl 🤔
Die KI weiß nicht, ob Ihre Zielgruppe neurodivers ist. Oder ob eine Formulierung ausgrenzend wirkt. Oder ob eine Farbpalette eine Reizüberflutung auslösen könnte. Das liegt weiterhin an Ihnen .
Gutes didaktisches Design bedeutet, folgende Fragen zu stellen:
-
„Ist das nur effizient – oder tatsächlich sinnvoll?“
-
„Würde mir das Spaß machen?“
-
„Übersehe ich hier eine kulturelle Nuance?“
Denn ganz ehrlich? Diesen menschlichen Instinkt... den hat die KI noch nicht.
Abschließender Stimmungscheck: Du bist der Designer. Die KI ist das Werkzeug. 🛠️
Hier geht es nicht um Ersetzung, sondern um Erweiterung und Verstärkung. Die besten Instructional Designer sind nicht diejenigen, die von Grund auf neu entwickeln – sie sind diejenigen, die schneller remixen und bessere Feedbackschleifen nutzen.
Also, nur zu – lass deiner Kreativität freien Lauf. Kombiniere verschiedene Tools, verändere Vorlagen, schreib KI-Ausgaben um, als würdest du Ton formen. Es gibt nicht den einen richtigen Weg. Und genau darum geht es ja.
🧪 Randbemerkung: Wenn KI völlig danebenliegt (und warum das seltsamerweise hilfreich ist)
Also. Einmal bat ich eine KI, mir beim Erstellen eines Moduls zur Konfliktlösung zu helfen – und sie schlug ein Rollenspiel mit Piraten vor. Kein Witz. Mit buchstäblichen Augenklappen. Das war … nicht das, was ich mir vorgestellt hatte.
Das Problem ist, dass solche Momente nicht nur bizarr sind. Sie zwingen einen geradezu dazu, das eigene Denken zu hinterfragen. Warum ist es so weit gekommen? War ich unklar? Wollte ich etwa Dramatik erzeugen? Oder fehlt mir einfach jegliches Gespür für Nuancen?
Und ja, manchmal ist es einfach falsch. Zum Beispiel, Multiple-Choice-Fragen für eine Unterrichtsstunde zum Thema Trauer vorzuschlagen. Oder allen das gleiche Feedback zu geben, unabhängig von ihrer Leistung. So etwas kommt vor. Tatsächlich häufiger, als man denkt.
Aber seltsamerweise helfen genau diese Fehler. Sie decken blinde Flecken auf. Nicht in der KI selbst – sondern darin, wie wir sie füttern, formen und annehmen, dass sie uns „verstehen“ wird.
Wenn es mal schiefgeht, halte ich inne. Ich versuche herauszufinden, warum es da gelandet ist. Ich betrachte es fast wie eine Art Denkanstoß. Nicht immer produktiv. Manchmal urkomisch. Gelegentlich auch irgendwie... beunruhigend?
Wie dem auch sei. Hebt die Patzer auf. Sie werden euch mehr lehren als die perfekten Ergebnisse jemals könnten.